2005
Gartendenkmalpflege
Neustadt (Dosse)

Gartendenkmalpflegerische Zielstellung für das Brandenburgisches Haupt- und Landgestüt

Auf dem Gelände des Brandenburgischen Haupt- und Landgestüts wurden umfangreiche Sanierungs- und Umstrukturierungsmaßnahmen durchgeführt. Diese bezogen sich sowohl auf die baulichen Anlagen als auch auf den Außenbereich. Das Gestüt besitzt wegen seiner geschichtlichen, künstlerischen, wissenschaftlichen und städtebaulichen Bedeutung Denkmalwert. Dieser bezieht sich neben den Gebäuden der Gestüte auch auf die Außenanlagen.
Wichtige landschaftliche Element stellen die Alleen und die Gehölzbestände der Anlage dar.  Neben der Hauptallee sind hier besonders die Altbaumbestände am Dossewall und im Landschaftspark zu erwähnen.
Der Friedhof, auf dem sich noch heute Gestütsmitarbeiter beerdigen lassen können, spiegelt das Grundprinzip des Mustergestüts Friedrich-Wilhelms dar. Er ist einerseits eine notwendige Begräbnisstätte andererseits ist er als ‚memento mori’ für den Besucher ein Aspekt in der Gestaltung der Landschaft im Sinne des Landschaftsgartens. Der Landschaftspark, als Parkanlage oder vielmehr als grünes Zimmer für Friedrich Wilhelm III. angelegt, stellt das Gegenstück dazu dar- ‚carpe diem’ inmitten eines florierenden Wirtschaftsbetriebes.
Nur durch den kontinuierlichen Erhalt dieser Grundstrukturen der Freianlagen, die sich aus der Entstehungszeit der Gestüte 1796 tradiert haben, konnten sich die Anlagen über zwei Jahrhunderte ihren besonderen Charakter bewahren.

Im Rahmen der von uns erarbeiteten Gartendenkmalpflegerischen Zielsetzung wurde erstmals der Gesamtbestand der Außenanlagen betrachtet, dokumentiert und die Anlagengeschichte aufgearbeitet. Außerdem wurden Aussage hinsichtlich der weiteren Entwicklung der Gestütsanlagen getroffen. Es wurde ein Konzept zur weiteren Entwicklung der Außenanlagen erarbeitet, das sich aus der ursprünglichen gestalterischen und funktionalen Konzeption ableitet, dabei aber auch aktuelle Anforderungen eines modernen Gestütsbetriebs beachtet.
Neben den denkmalpflegerischen Belangen flossen auch naturschutzfachliche Aspekte in die Zielstellung ein. Dazu gehörte eine umfassende Kartierung des Vegetationsbestandes mit Baumkataster und eine Kartierung der Lebensstätten an Gebäuden (Höhlenbrüter).

 

 

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